Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

HPV ist das weltweit am häufigsten sexuell übertragene Virus. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden etwa 70% aller Frauen im Laufe ihres Lebens mit dem Virus infiziert.

Die Übertragung erfolgt in der Regel durch direkten Intimkontakt. Im Gegensatz zu anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wird das Virus jedoch nicht durch Körperflüssigkeiten übertragen, und es lassen sich keine speziellen Risikogruppen ausmachen. Die Anwendung eines Kondoms kann zwar das Infektionsrisiko vermindern, bietet jedoch keinen sicheren Schutz vor Ansteckung mit HPV.

Der Häufigkeitsgipfel für nachweisbare HPV-Infektionen liegt bei Frauen zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr. In 60 –90% der Fälle ist die Infektion nach einem Jahr nicht mehr nachweisbar.

Bei den verbleibenden 20% mit persistierender Infektion können sich im Laufe der Jahre jedoch Zellveränderungen am Gebärmutterhals bilden, die sich nach durchschnittlich 15 Jahren zum Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entwickeln können.

HP-Viren können ebenso Feigwarzen (Condylome) im Bereich des äußeren Genitales auslösen. Rund 1% der Bevölkerung in Europa sind von Genitalwarzen betroffen. Condylome können über Monate und Jahre persistieren, die Therapie ist langwierig und unangenehm.

Zielgruppe für die prophylaktische HPV-Impfung sind vor allem Mädchen vor dem Eintritt in das sexuell aktive Alter bzw. weibliche Jugendliche und Frauen vor und während der sexuell aktiven Zeit.

Aufgrund einer Empfehlung der STIKO (ständige Impfkommission) übernehmen alle Krankenkassen die Kosten der Impfung bei Mädchen zwischen dem 11. und 17. Lebensjahr, einige Kassen sogar bis zum 26. Lebensjahr.

Die 3 Impfungen sollten innerhalb von 6 Monaten erfolgen.

Bei der HPV-Immunisierung handelt es sich um die erste Impfung, die gezielt dafür entwickelt wurde, die Entstehung von Krebs zu  verhindern.


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